Kurz vorm Winter

Bei bestem Wetter – jedenfalls was davon im November noch zu erwarten ist, haben wir uns noch einmal ordentlich im Freien aufgehalten. Gestern schon war es ja einigermaßen, so dass wir die Rasenkantenstreifen (15 cm hoch) in die Erde zu klopfen konnten.

Und da wir uns das laute Arbeiten am Sonntag sparen wollten, war dann heute nur ein langer Spaziergang angesagt – und das bei strahlend blauem Himmel

Das Fenster zum Hof ;-)

Na, so ähnlich zumindest… Also das Fenster im Carport ist ja doch etwas geschunden nach all den Jahren. Der Kitt fällt beim Wimpernschlag in großen Stücken heraus und der Lack platzt ab, sobald man nur dagegen guckt. Keine guten Voraussetzungen für den kommenden Herbst / Winter.

Also Spachtel, Drahtbürste und Farbe müssen her.

Beide schon etwas von Farbe befreit – aber danach habe ich erst richtig angefangen abzuspachteln.
Immerhin war der erste Anstrich noch vor dem Regen fertig. Und vielleicht klappt es ja dieses Jahr noch einmal.

Das richtige Wetter

um das Parkett zu ölen – vor allem war das gut, so eine Arbeit vor der Heizperiode zu erledigen. Also alle Möbel hochstellen, Teppich einrollen usw. und ran an den Speck. Wir haben so schon geölt – also in zweierlei Hinsicht, dass Fußbodenheizung uns echt fertig gemacht hätte

Und ein Wisch mit dem geölten Lappen zeigt -> gleich weiter machen. Also Treppe scheuern, abwischen und dann nach dem Trocknen loslegen. Jetzt ist alles wieder schick.

Die Sonne lacht und lockt uns raus, zum arbeiten

Nachdem wir das Internet und einige Handwerksfirmen vergeblich durchsucht haben, um einen Deckel für den Brunnen zu finden, haben wir uns nun entschieden, die Lösung selbst herbei zu führen.

Frisch eingedeckt mit Hornbach-Guthaben-Karten (DANKESCHÖN) sind wir also Material kaufen gegangen.

Die Stahlplatte muss weg, sie steht links und wir wollen sie nicht mehr haben.
Und: fertig

Und weil wir einmal dabei waren, haben wir uns gleich noch den Fensterklappen, also den ehemaligen Schuppentüren gewidmet.

Erst reparieren
dann schick machen
Jetzt hängen sie wieder gerade; beim nächsten Sturm können sie problemlos zugemacht werden.

Dorfleben mal richtig

Es war Freitag, der 13.te, als ich irgendwann das Gefühl hatte, blökende Schafe zu hören. Außerdem hatte ich das Gefühl, Hunde bellen zu hören. Dies sollte wohl eine Täuschung sein, woher sollten aus Richtung Norden, wo eine Strasse ist, diese Laute herkommen. Als ich mich gerade entschloss, den Gedanken beiseite zu wischen und mir einzugestehen, dass ich jetzt komplett an Einbildung leide, hörte ich selbige Geräuschkulisse aus Richtung Osten, also vom Sandbach her.

Also schnell das Telefon zur Hand und bei Friederike und Erik nachfragen. Begeisterung pur am anderen Ende der „Leitung“, da sie genau 5 Meter entfernt eine riesige Herde Schafe auf der Strasse vorbei laufen sahen. Und wer wohnt am Feldrand?? WIR. Hehe. Denn die Herde wurde auf die Felder hinter uns getrieben, wo sie seit 3 Tagen weiden. Sie wird immer bewacht von Schäfer und Schäferhunden, die dafür sorgen, dass nicht gebummelt wird oder ausgekniffen.

Die Staubwolke verrät, dass die Schafe zu einer anderen Weide wandern
Also habe ich abends mal nachgesehen.
Dei ehemaligen Klärteiche sind zwar hübsch anzusehen, leider jedoch komplett Vogelfrei. Kein Schwan, Bläshun oder Ente weit und breit, das Wasser reicht einfach nicht mehr aus.
Und das sehen also die Schafe von hier aus 😉

Der Garten und der Ladestrom

Nun haben wir schon 4 Wochen unser Elektroauto und natürlich wollen wir auch bequemer Strom tanken. Also musste da auch noch eine Leitung gezogen werden- untertage sozusagen. Damit war auch klar, wir können endlich den Weg am Haus befestigen. Und die Steine bei Dennis und Christina abholen…. Danke und nochmal Danke dafür.

Da mit unserem Touareg auch die Anhängerkupplung weg ist, haben wir kurzerhand den Anhänger zu Fuß durchs Dorf geschoben. Natürlich mit Zuschauern.

Die ersten Steine liegen schon, bevor ich das Telefon für ein Foto zücken konnte.
nur 20 Minuten später
am gleichen Abend
und inzwischen verfüllt
und das war zwischen Steine verlegen und Verfüllen
man könnte sagen, wir haben Platz gewonnen. Natürlich zu früh – hätten wir eigentlich als Futter für die Vögle stehen lassen sollen, aber da jetzt bereits für mehrere 1000 neue Sonnenblumen die Samen am Boden sind, haben wir anders entschieden. Irritierend leider auch für die Distelfinken, die jetzt umsonst hierher fliegen und keine Sonnenblumen mehr finden.

Ein neuer Bewohner ist eingezogen….

…und ein alter ist ausgezogen 😉

Nach fünf Jahren Touareg wurde es Zeit für etwas neues und moderneres:

biggimiss & fantomaz 😉

Der Kenner wird es sofort sehen, ein weiterer Buchstaben ist beim Kennzeichen hinzugekommen, ein „E“. Das bedeutet, dass wir in Zukunft nicht mehr an die herkömmliche Tankstelle fahren müssen, nein, wir müssen in Zukunft umdenken 🙂

Das „E” steht für Elektrofahrzeug, soll bedeuten, dass wir in Zukunft Strom tanken werden – und müssen 😉

Aber das haben wir uns so ausgesucht, denn der ganze schöne Strom von unserer PV-Anlage auf dem Dach (inzwischen sind wir bei 15 Megawatt angekommen) wird von uns für ‚dünnes‘ an den Netzbetreiber mehr oder weniger verschenkt. Da lag es nahe darüber nachzudenken, ob wir den nicht sinnvoller nutzen könnten – jetzt können wir es 🙂 Ab sofort tanken wir unseren Strom selbst….

Somit haben wir uns heute auf den Weg gemacht nach Berlin, nein, nicht zum Pokalspiel von Viktoria Berlin gegen Bielefeld (0:1) sondern um unseren neuen Bewohner abzuholen. Damit wir auch schon auf der Fahrt dorthin mit grünem Strom fahren, haben wir uns überlegt mit der Bahn zu fahren. Gesagt, getan. Ab Braunschweig oder Wolfsburg? Der Fahrplan der DB war da gnadenlos, ab Wolfsburg in 50 Minuten nach Berlin Hbf 🙂

Unsere Tochter hat uns also heute Morgen zum Bahnhof gebracht, Abfahrt 9:05 Uhr. Der ICE 843 hat heute aus Betriebsablaufgründen 20 Minuten Verspätung, na prima. Das fängt ja gut an….

Um 9:25 Uhr saßen wir dann im Speisewagen I und bestellten sogleich Frühstück. Für 20€ Kaffee, vier Brötchen, Käse und Wurst kann man heutzutage nicht meckern. Wer hätte es gedacht, es hat sogar geschmeckt 🙂

Um kurz nach 11:00 Uhr waren wir dann beim Händler und konnten nach kurzer Wartezeit den neuen Bewohner in Empfang nehmen. Sogleich haben wir festgestellt: Reichweite ca. 60km, soso, da hatten die Burschen ihn wohl vergessen zu laden, jaja… Wo ist die nächste Schnellladesäule? Um die Ecke bei IKEA. Ok, Navi gestartet, was wir nicht gebraucht hätten, denn es war wirklich um die Ecke und los. Etwas anders ist das Fahren mit Strom schon, man hört nichts! Ist der Wagen jetzt an? Muss ich irgendwas anders machen als sonst? Nein, einfach nur Strom (Gas) geben und losfahren 🙂

Sensationell, man gleitet förmlich dahin 🙂 Aber schon war da IKEA und die Menschen bei IKEA haben sich überlegt, dass sie den Strom verschenken 🙂 Also den Schnellladestecker ins Auto und laden…nach 10 Minuten war der Akku voll, alter Falter, also gleich weiter auf die Autobahn Richtung Magdeburg und das Navi fragen, wo denn die nächste Säule ist, man weiß ja nie 😉

Raststädte Buckautal, ok. Mit BurgerKing sogar 🙂 Wer dort die Parkplätze für Elektroautos geplant hat, der gehört standrechtlich erschossen, mindestens aber geteert und gefedert, jawoll!! Falschrum zur Fahrt-richtung…. egal wir bugsieren den neuen Bewohner vorsichtig dort hin. Da wir noch nicht so viele Ladekarten haben, versuchen wir es mit einer Einmalzahlung, geht auch nach zwei Versuchen. Also ab zum Burgerbrater während das Auto lädt. Nachdem wir wiedergekommen sind, stellen wir fest, dass die Säule irgendwie keinen Strom in unser Auto pumpt. Dort gibt es eine Telefonnummer bei der man anrufen kann. Nach kurzer Zeit geht dann alles, wir vermuten, dass die Säule wohl nicht ganz in Ordnung ist. Nach einem Kaffee ist das Auto voll, aber der Stecker der Säule lässt sich nicht abziehen, aha! Also wieder Telefon, jetzt geht es. Die Säule ist definitiv nicht in Ordnung! Weiter auf der Autobahn und Navi beobachten, ob wir bis nach Hause kommen, nein, würden wir nicht. Also kurz schauen, wo wir wieder Laden können. IKEA Magdeburg! Auf nach IKEA 🙂 auch hier brauchen wir nichts für den Strom bezahlen, machen das Auto voll und haben noch einen angenehmen Klönschnack mit einem Konafahrer, einem E-Golf Fahrer und einem Ioniq Fahrer, irgendwie sind wir uns alle einig: das macht Spaß 🙂

Nach den letzten 50 km kommen wir glücklich und zufrieden zu Hause an und parken den neuen Bewohner unter dem Carport. Und hier ist er nun:

BMW i3 – einen Namen hat er noch nicht, aber er spricht nicht nur Bayerisch 😉

Willkommen zu Hause 🙂 auf viele schöne Kilometer in der Zukunft…