Türen, es tut in der Seele weh!

Heute haben wir 8 Zargen und 9 Türen entsorgt. Eigentlich waren es 11 Türen, denn Max war ja Sammler und so hat er auf dem Dachboden kurzer Hand 2 Haustüren liegen gehabt. Was soll man aber mit zwei Haustüren machen? Eine aus den 50er Jahren und in Holz, die andere aus den vermutlich 70er Jahren in Alu mit viel Riffelglas – braucht kein Mensch, jedenfalls wir nicht. Also alle auf den Container.

Bei den anderen Türen, also die aus dem Haus, tut mir schon die Seele weh. Astreine Türen, Vollholz, schön gearbeitet, Maßanfertigungen natürlich und eben echte Tischlerarbeit. Aber leider sind die ca. 120 Jahre nicht spurlos an den Türen vorbei gegangen. Vor allem die Passgenauigkeit war so gut wie gar nicht mehr gegeben und richtig dicht waren sie auch nicht mehr – sehr schade. Und erst die alten Kastenschlösser! Ein Traum, aber wer will schon mit solchen Türen leben?

Sehr klasse auch die Bänder der Türen, alles handgeschmiedet und sozusagen Einzelstücke. Jedes Band, jede Falle war einzigartig, selbst die Nägel mit denen vieles befestigt war, alles handgeschmiedet. Entsprechend massiv und unzerstörbar waren die Zargen. Obwohl fast alle Nägel im Holz durch die Säure im Holz arg verrostet waren, sie hielten bombenfest. Nicht zuletzt auch durch die Zinkenverbindung Rundrum hielt das Holz extrem zusammen. 2cm stark waren die Zargen, wo gibt es das denn heute noch?

Ja, alles sehr schade, aber letztlich nicht mehr so richtig zeitgemäß und technisch eben auch nicht mehr die beste Wahl.

Immerhin eine Zarge konnte drin bleiben, dann da wollen wir an der Architektur nichts verändern, es ist der Durchgang vom kleinen Wohnzimmer zur Uhrenwerkstatt, da bleibt die Zarge drin 🙂

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