Bald fallen die Wände

Heute haben Statiker und Zimmermann besprochen, wie die Stützen auszusehen haben, die am Dienstag aufgestellt werden.

DANNNNN geht es los. Die Wände werden fallen und wir gewinnen einen ersten Eindruck von der Raumwirkung.

Wir kratzen und schaben also weiter an den Wänden, das Wohnzimmer ist rundrum mit Hagalith (oder was weiß ich) überzogen. Von der Wand zur Küche wird kein Lehm gerettet, also können wir dort alles so lassen wie es, da die Wand komplett auf dem Bauschuttcontainer landen wird.

Aber:  Die Wand vom Wohnzimmer zum Flur entpuppt sich bei genauerer Betrachtung doch als Fachwerk und die Steine sind schon zur Hälfte raus.

2017 auf geht`s

Wir betreten erst am 3.1. wieder „unser“ Haus, wobei es uns offiziell noch immer nicht gehört, der Grundbuchamt lässt sich Zeit – die wir nutzen  ☺️

Im UG muss noch das Eckzimmer, das der Küche zugeschlagen wird, „entkernt“ werden. Das einzige Zimmer, das der Vorbesitzer schon renoviert hatte. Und wie…  Hinterher haben wir uns gefragt, warum wir denn bloß nicht mit DIESEM Zimmer angefangen haben?? Scheinbar hat Max (der Vorbesitzer) doch tatsächlich mit Haftgrund gearbeitet. Dies hatte zur Folge, das wir mit Spachteln nicht besonders erfolgreich voran gekommen sind.

Natürlich hatte ich im Geiste sofort die komplette Wand im Bauschuttcontainer gesehen, aber leider wurde mein Begehren abgelehnt.

Also habe ich mit einer Axt die Wand perforiert und Alexander hat die Perforation in mühseliger Spachtelei entfernt.

Durch die Schläge hat sich die Farbe in den Lehm gedrückt, so dass wir quasi eine Wandmalerei erstellt haben. Wie oft die Axt geschlagen wurde, lässt sich an den kleinen weißen Streifen ablesen. Dieser kleine Raum hat doch allen Ernstes 2 Tage beansprucht.

 

23.12.2016 Weihnachten will verdient sein

Es ist ja nicht so, dass wir nicht arbeiten, wir schreiben eben nur nicht immer.

Erstmal muss man ja auch etwas sehen…

Vor Weihnachten hatten wir auch noch Hilfe. ;-). Auch noch mit EIGENEM WERKZEUG, echt richtig cool. Dadurch haben wir viel mehr geschafft, als wir uns für den Tag -immerhin vor Heiligabend – vorgenommen hatten.

Nach wir vor müssen aus vielen Räumen die Schichten, die über dem Lehmputz liegen, abgekratzt werden. Mit dem Spachtel. Wenn mal mehr als nur 10×10 cm auf einmal zu Boden fallen, fängt man an zu jubeln.

Erst wenn der Lehm „pur“ an der Wand ist, können wir  den zum Recyclen in den bereits vor Ort stehenden Container befördern. Dieser Knochenjob liegt also noch vor uns, wir werden uns dieser Tätigkeit bei +-0 Graden annehmen, weil die bestimmt schweißtreibend ist. Sowas können wir unmöglich bei +Graden machen.

 

Schätze über Schätze

Das machen die in der „Bild“ auch immer so: erst mal mit der Überschrift den Leser neugierig machen.

Also was haben wir denn da? Zum einen hinter einer Tapete, die gefühlt mindestens 50 Jahre alt, kam auf einmal  ein Sammel-Kärtchen zum Vorschein.

Erst hielt ich es (sensationslüstern) für ein Foto – aber dann  bei Umdrehen wurde das Geheimnis um die Schönheit gelüftet.

 

Da wir ja die alten Türen, weil verzogen und auch nicht besonders hübsch, nicht behalten,  haben wir zumindest einige der handgefertigten Beschläge und Nägel als Erinnerung zur Seite gelegt.

Auch die immer noch funktionierenden Fenster sind eine wahre Pracht. Nach so vielen Jahren -> Knauf drehen, öffnen, schließen – alles butterweich.

Und einen persönlichen touch hat dieser Fund, der hinten auf einer

Küchenuhr befestigt ist. 

Vielleicht unnötig zu erwähnen, aber es sollte mal wieder eine neue Batterie eingesetzt werden. FALLS man nun dieses entzückende Exemplar einer Uhr haben möchte.

Es werde Licht

Nach ein paar trüben Tagen und durch unseren neuen vierbeinigen Zuwachs ist nun doch wieder etwas mehr
geschafft.
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Wir haben in der oberen Etage die Wände „zur Strecke “ gebracht, die wir zum einen versetzen (Bad) und zum anderen als Vergrößerung des zukünftigen Schlafzimmers nicht in voller Gänze, besser: Breite stehen lassen wollten.
Vorher: Lehm abkratzen, denn den können wir womöglich wieder verwenden.

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Dafür steht schon ein leerer Container im zukünftigen Garten, der jetzt nach Acker aussieht.
Und natürlich haben wir auch eine Riesen-Plane zum abdecken, schließlich wollen wir nicht die umherlaufenden
Katzen animieren, sich im Lehm zu entleeren. Was für eine Horrorvorstellung….

und weiter geht es

Nach 2 Tagen Pause kriegt man ja Entzugserscheinungen, also am späten Montag Nachmittag weiter, weiter, immer weiter.
Die Wände zu den zukünftigen Badezimmern sind eingerissen – wir hatten tolle Hilfe!! Danke Erik !!

Leider jetzt Steine, Lehm, Staub, dünne Schichten Putz, die abtransportiert werden müssen.
Vorher allerdings sollen alle Tapeten von den Wänden. Alle Rigipsplatten aus den abgehängten Decken. Diese Dinge dürfen in einen Container. Ein weiterer Container steht für Bauschutt. Da dürfen dann Steine und Lehmputz rein.

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Aber kein Metall, bitte… Auch kein Plastik. Sonst ist das wieder normaler Müll = teuer. Wir haben uns aufklären lassen.
Und natürlich trennen wir gern den ganzen Müll. Was haben wir auch sonst zu tun?
Die Kabel, durch die längst kein Strom mehr fliesst -> weg. das darf zu Metall :-)). Wie schön.
Ja, und die Steine heben wir auf. Es gibt später einige Löcher zu schließen, Stützpfeiler zu bauen, wo Wände durch Licht ersetzt werden.
Also Putz von den Steinen, hopp, hopp.
Und schön stapeln. In der Nähe vom Fenster.
Kann man später durchgeben und draussen stapeln, abdecken und bei Bedarf dann reinreichen.
Wir brauchen Platz.
Zum weiteren Wände einreissen 😉

Vielleicht brauchen wir doch Hilfe?
Die beiden „kleinen“ Wände halten uns schon ganz gut
in Atem. Treppe hoch, Treppe runter.
Steine von oben in den Container werfen macht richtig Spaß!
Aber eine Schuttrutsche wäre toll. Wir haben auch viele
kleine Sternchen und Lehm“staub“. Eimer für Eimer macht lange Arme und wahnsinnig viel Staub. Schon ausprobiert.
Ein Wunder, dass ich überhaupt noch tippen kann.

Gartenarbeit ist ja mein Liebstes

aber: das das soooo anstrengend ist, wer hätte das gedacht?

Natürlich sind wir  e t w a s  aus der Übung und haben uns gleich das Schlimmste für den Anfang ausgesucht. Etwa 150 qm Wein, locker 3 Meter in die Höhe und etliche Jahre in die Breite gewachsene.

wilder_wein

Und was man alles findet….

Autoreifen , Gläser, Dosen, Herd, Rasenmäher, Marmorplatten, Plastikmüll sind erst mal nur das, was wir bis jetzt gefunden haben. Ach ja: Sand und Kies, Zement, alles vor Jahren sauber mit Plastik abgedeckt, der jetzt einfach zerfällt, wenn man ihn scharf anguckt.

schnippschnapp

Das wird noch richtig lustig.

Bisher erst 2 Container und das Ergebnis ist schon mal gut!